Tanzschule der Elbvororte

Die Spezialtänze


Discofox

Der Discofox entstand 1973/74 als die frei improvisierenden Beat-Tänzer zum Paartanzen und damit zur Tanzhaltung übergingen. Der Discofox hieß in den 1970er Jahren Beatfox. In Deutschland entstand der Discofox, in Amerika der Hustle.

Zur Musik des Philly-Sounds tanzten die Paare Figuren und Variationen aus Foxtrott, Swing und “altem Rock“. Der Höhepunkt des Discofox-Booms kam mit dem Lied
“Night Fever“ der Bee Gees im Jahr 1978.

Einer der auffälligsten Unterschiede zwischen dem Discofox und seiner amerikanischen Variante dem Hustle (oder DiscoHustle) ist, dass beim Hustle anstelle des Discofox-Tap ein Ball Change getanzt wird. Zur typischen Hustle-Optik gehört des Weiteren ein flach und vor allem ruhig getanzter Bewegungsablauf. Ein weiterer Unterschied zwischen dem amerikanischen Hustle-Stil und unserem Discofox besteht in der Figurenauswahl und deren Abläufe. Während der Discofox im Wesentlichen sehr praxisorientiert auf kleinstem Raum, rotierend und kompakt getanzt wird, lebt der Hustle meist von “durchgelaufenen”, raumgreifenden Bewegungen und Figuren. Die gute “Führbarkeit” ist wiederum bei Beiden gleich.

Taktart
Discofox wird überwiegend auf einen 4/4 Takt getanzt. Tanzschritte und der typische Tap bekommen jeweils einen Taktschlag. Ein Grundschritt hat 3 Taktschläge.

Salsa / Mambo

Salsa / Mambo ist eine Mischung aus Tanzformen der europäischen, afrikanischen und indianischen Kultur. Vor allem spanische und französische Musik (Contredance) vermischte sich mit den afrikanischen Rhythmen der Yoruba, der Cucumí, der Bantu und der Conga.

Bereits in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts trugen begabte kubanische Musiker diese Musik (Mambo) nach New York. Dort vermischte sie sich mit dem nordamerikanischen Jazz, dem Swing und dem Bebop.

Die Mambo Ära hatte ihren Hauptstützpunkt zu dieser Zeit in einem Tanzpalast auf dem New Yorker Broadway, dem “Palladium”. Noch heute wird eine der vielen Salsa-Stilrichtung “Palladium-Style” (Klassischer Mambo) genannt. Durch die vielen Einwanderer aus den lateinamerikanischen Ländern wie Kuba, Puerto Rico, Dominikanische Republik, Venezuela, Kolumbien, Panama entstand in der Folgezeit – beginnend mit den 60er Jahren – ein neuer spezieller Latin Sound aus den traditionellen lateinamerikanischen Rhythmen gemixt mit Boogie, Swing, Rock & Roll etc. – die SALSA, die ihren Siegeszug mittlerweile um die gesamte Welt angetreten hat.

Wobei man an dieser Stelle darauf hinweisen muss, streng zwischen der Musik und dem Tanz des Mambos zu unterscheiden: Die Mambo-Musik hat eine uralte Tradition, die tief aus dem Herzen Afrikas kommt. Der Mambo-Tanz dagegen ist eine künstliche Schöpfung.

Die Mambo-Musik besteht aus einem komplexen Geflecht unterschiedlicher Rhythmen.

Für ungeübte Ohren klingt das wie rhythmische Anarchie. Das Wort “Mambo” ist ursprünglich keine Bezeichnung für “Tanz”, sondern nichts anderes als eine afrokubanische Bezeichnung für “Polymetrie”. Jeder echte afrokubanische Tanz wird deshalb wie ein “Mambo” getanzt – eben polymetrisch – und das bedeutet Rhythmus gegen Rhythmus. Die Musik klingt zunächst so, als ob jeder Musiker seinen eigenen Rhythmus anschlüge; als herrschte Chaos! Aber es ist kein Chaos! Das Ganze hat Ordnung. Der Mambo ist eine facettenreiche Komposition, in der sich jede scheinbar losgelöste Rhythmuslinie kunstvoll wieder harmonisch dem Ganzen unterordnet. Es ist eben eine Musik, die aus der großen Tradition ihrer afrikanischen Herkunft entstanden ist; der Mambo ist die Musik des Voodoos, eine Musik aus dem Volk.

Taktart
Getanzt wird Salsa im 4/4 Takt mit einem Tempo von 44 bis 52 Takten in der Minute. Tanzschritte bekommen einen Taktschlag oder zwei Taktschläge. Der typische Grundrhythmus ist “schnell-schnell-langsam”.

Rock’n'Roll

Der Rock’n'Roll als sportlicher Tanz hatte Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre seine Blütezeit in den Tanzschulen mit dem leicht erlernbaren 6er-Schritt. Mit dem Sprungschritt und den Akrobatikelementen ist er eine sehr anspruchsvolle Sportart mit genau festgelegten Techniken.

Taktart
Getanzt wird Rock’n'Roll im 4/4 Takt mit einem Tempo von 40 bis 48 Takten in der Minute. Tanzschritte und Kicks bekommen einen Taktschlag. Die typische Grundbewegung ist “Rück-Platz-Kick-Schritt-Kick-Schritt”

Boogie Woogie / Swing

Unter Boogie Woogie fasst man die Tanztechniken zusammen, die zum Stil der 50er Jahre passen und in der Boogie-Szene getanzt werden. Nicht nur auf 50er Parties mit Petticoat und Elvis-Tolle, sondern auch in den modernen Discos und Tanzpalästen läuft immer wieder Musik von Bill Haley, Elvis etc. und natürlich auch Swing. Die Mischung aus Coolness und Dynamik, die den Tanzstil des Boogie ausmacht ist genau richtig für die Feten-Tanzfläche. Es wird also immer ein Bedarf vorhanden sein, diese Tanzart zu lernen.

Unter dem Sammelbegriff “Swing” versteht man eine Reihe von wilden Tanzformen in den dreißiger und vierziger Jahren, hervorgerufen durch die spektakulären Spielformen der damaligen Big-Bands (bekannt durch z.B. Glen Miller). Er ist im Prinzip kein spezieller Tanz, sondern nur eine Art, sich beim Tanzen zu bewegen. Auf Swingmusik lassen sich Tänze wie Lindyhop, East Coast Swing, West Coast Swing, Balboa, Boogie Woogie, Rock’n'Roll, Jitterbug und Jive tanzen.

Taktart
Getanzt wird Boogie Woogie im 4/4 Takt mit einem Tempo von 36 bis 46 Takten in der Minute. Tanzschritte bekommen einen Taktschlag oder zwei Taktschläge. Eine typische Grundbewegung ist ” Rück-Platz-Seit-Seit”

Blues

Der Blues ist eine 1920 in den USA entstandene Musikrichtung. In den Liedern voller Schwermut und Sehnsucht klangen die Stimmen der jahrhundertelang versklavten und ausgebeuteten nordamerikanischen Schwarzen.

Bei den Schwarzen in den Südstaaten war der Blues das weltliche Gegenstück zum religiösen Spiritual oder Gospel. Später hat sich der Jazz dieser Musikform angenommen und die afrikanische Tonalität und die daraus resultierende Harmonik übernommen. Mit der Trennung Ouickstep – Slowfoxtrot in den 20er Jahren waren die schnellen und mittelschnellen Tempi abgedeckt. Für die langsamen behielt man den Namen der Ursprungsform bei: Blues.

Der Modetanz Blues entwickelte sich als Ersatz für den Slowfox. Er tritt ab Anfang der 50er Jahre in Europa auf. Es ist der langsamste aller Tänze.

Taktart
Getanzt wird der Blues im 4/4 Takt mit einem Tempo von 20 bis 26 Takten in der Minute. Tanzschritte bekommen einen Taktschlag oder zwei Taktschläge. Ein typischer Grundrhythmus ist ” langsam-langsam-schnell-schnell”.